Düsseldorfer Tabelle

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Ab dem 1. Januar 2017 beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind 192 EUR, für das dritte Kind 198 EUR und ab dem vierten Kind 223 EUR.

 

Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen
(Anm. 3, 4)

Altersstufen in Jahren
(§ 1612a Abs. 1 BGB)
Prozent -
satz
Bedarfskontrollbetrag
(Anm. 6)
0 - 5 6 - 11 12 - 17 ab 18
Alle Beträge in Euro
1. bis 1500
342 393 460 527 100 880/1080
2. 1501 - 1900 360 413 483 554 105 1180
3. 1901 - 2300 377 433 506 580 110 1280
4. 2031 - 2700 394 452 529 607 115 1380
5. 2701 - 3100 411 472 552 633 120 1480
6. 3101 - 3500 438 504 589 675 128 1580
7. 3501 - 3900 466 535 626 717 136 1680
8. 3901 - 4300 493 566 663 759 144 1780
9. 4301 - 4700 520 598 700 802 152 1880
10. 4701 - 5100 548 629 736 844 160 1980
  ab 5101
nach den Umständen des Falles

 

Anmerkungen

(1) Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist den monatlichen Unterhaltsbedarf aus, bezogen auf zwei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden Anmerkungen.

Bei einer größeren/ geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendigen Mindestbedarfs aller Beteiligten – einschließlich des Ehegatten – ist gegebenenfalls eine Herabstufung bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus, setzt sich der Vorrang der Kinder im Sinne von Anm. 5 Abs. 1 durch. Gegebenenfalls erfolgt zwischen den erstrangigen Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.

(2) Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbedarf gemäß der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a Absatz 1 BGB vom 3. Dezember 2015 (BGBl. I 2015, 2188). Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe gegenüber dem Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des gerundeten Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612 a Abs. 2 S. 2 BGB aufgerundet.

(3) Berufsbedingte Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten nach objektiven Merkmalen eindeutig abgrenzen lassen, sind vom Einkommen abzuziehen, wobei bei entsprechenden Anhaltspunkten eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens - mindestens 50 EUR, bei geringfügiger Teilzeitarbeit auch weniger, und höchstens 150 EUR monatlich - geschätzt werden kann. Übersteigen die berufsbedingten Aufwendungen die Pauschale, sind sie insgesamt nachzuweisen.

(4) Berücksichtigungsfähige Schulden sind in der Regel vom Einkommen abzuziehen.

(5) Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt)
- gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern,
- gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 880 EUR, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 1.080 EUR. Hierin sind bis 380 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt soll erhöht werden, wenn die Wohnkosten (Warmmiete) den ausgewiesenen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind.

Der angemessene Eigenbedarf, insbesondere gegenüber anderen volljährigen Kindern, beträgt in der Regel mindestens monatlich 1.300 EUR. Darin ist eine Warmmiete bis 480 EUR enthalten.

(6) Der Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unterschritten, ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, anzusetzen.

(7) Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle.

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 735 EUR. Hierin sind bis 300 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.

(8) Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 90 EUR zu kürzen.

(9) In den Bedarfsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren nicht enthalten.

(10) Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.

Stand 01.01.2017

 

 

Anhang: Tabelle Zahlbeträge

1. und 2. Kind
0 - 5 6 - 11 12 - 17 ab 18  %
1. bis 1500
246 297 364 335 100
2. 1501 - 1900 264 317 387 362 105
3. 1901 - 2300 281 337 410 388 110
4. 2301 - 2700 298 356 433 607 115
5. 2701 - 3100 315 376 456 441 120
6. 3101 - 3500 342 408 493 483 128
7. 3501 - 3900 370 439 530 525 136
8. 3901 - 4300 397 470 567 567 144
9. 4301 - 4700 424 502 604 610 152
10. 4701 - 5100 452 533 640 652 160

 

3. Kind
0 - 5 6 - 11 12 - 17 ab 18  %
1. bis 1500
243 294 361 329 100
2. 1501 - 1900 261 314 384 356 105
3. 1901 - 2300 278 334 407 382 110
4. 2301 - 2700 295 353 430 409 115
5. 2701 - 3100 312 373 453 435 120
6. 3101 - 3500 339 405 490 477 128
7. 3501 - 3900 367 436 527 519 136
8. 3901 - 4300 394 467 564 561 144
9. 4301 - 4700 421 499 601 604 152
10. 4701 - 5100 449 530 637 646 160

 

4. Kind
0 - 5 6 - 11 12 - 17 ab 18  %
1. bis 1500
230,50 281,50 348,50 304 100
2. 1501 - 1900 248,50 301,50 371,50 331 105
3. 1901 - 2300 265,50 321,50 394,50 357 110
4. 2301 - 2700 282,50 340,50 417,50 384 115
5. 2701 - 3100 299,50 360,50 440,50 410 120
6. 3101 - 3500 326,50 392,50 477,50 452 128
7. 3501 - 3900 354,50 423,50 514,50 494 136
8. 3901 - 4300 381,50 454,50 551,50 536 144
9. 4301 - 4700 408,50 486,50 588,50 579 152
10. 4701 - 5100 436,50 517,50 624,50 621 160

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